13.05.2026

Der „Ulmer Spatz“ bekommt Konkurrenz: die „Ulmer Kartoffel“

Am Blaubeurer Tor verändert sich derzeit nicht nur der Verkehr – auch die Ulmer Stadtsilhouette bekommt vorübergehend eine neue Form.

 

Im Zuge der Erneuerung der B10 musste für den bisherigen, unfallträchtigen Blaubeurer Tor-Kreisel eine neue bauzeitliche Lösung geschaffen werden. Der Grund: Die Rückbau- und Neubauarbeiten rund um Wallstraßenbrücke, Blaubeurer Tor-Brücke und den künftigen Blaubeurer Tor-Tunnel benötigen Platz – viel Platz.

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Funktional geplant, augenzwinkernd benannt

 

Die Antwort der Planerinnen und Planer ist ebenso funktional wie augenzwinkernd: eine aufgeweitete Verkehrsführung, die aus der Vogelperspektive weniger an einen klassischen Kreisverkehr erinnert als vielmehr an eine Kartoffel. Auf der Baustelle hat sich dafür längst ein passender Name etabliert: die „Ulmer Kartoffel“ – oder, ganz international, die „Cartoffel“.

 

Während der Verkehr bauzeitlich neu sortiert wird, schreiten die Rückbaumaßnahmen sichtbar voran. Von den maroden Brücken ist nach dem spektakulären Aushub großer Bauteile per Großkran und den anschließenden Arbeiten mit Abbruchbaggern inzwischen immer weniger zu sehen. Stück für Stück entsteht so Raum für eines der zentralen Infrastrukturprojekte der Stadt Ulm.

 

BuP. Boll Beraten und Planen plant im Bereich des neuen Tunnels

 

Geplant ist unter anderem der rund 200 Meter lange Blaubeurer Tor-Tunnel. Dafür wurde der Ringverkehr am Blaubeurer Tor aufgeweitet; der Verkehr in Richtung Norden wird derzeit über eine provisorische Fahrbahn östlich des Blaubeurer Tors geführt. Die B10 in Fahrtrichtung Süden bleibt im Zuge der Bauarbeiten zwischen Anschlussstelle Wissenschaftsstadt und Innenstadt bis Ende 2029 gesperrt.

 

BuP. Boll Beraten und Planen ist im Rahmen einer Ingenieurgemeinschaft mit KB – Konstruktionsgruppe Bauen und Bernd Gebauer am Projekt „Erneuerung B10“ beteiligt. BuP. Boll Beraten und Planen verantwortet dabei die Planung im Bereich des neuen Tunnels am Blaubeurer Tor.

So entsteht aus einer anspruchsvollen Verkehrssituation ein Projekt, das technisches Können, präzise Planung und eine gute Portion Ulmer Humor verbindet. Denn eines ist sicher: Neben dem „Ulmer Spatz“ hat die Stadt nun zumindest vorübergehend ein weiteres Wahrzeichen – die Ulmer Kartoffel.

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