Ein Preis, der ein Zeichen setzt und Vielfalt, die Qualität schafft
Der divia award steht für ein Thema, das die Branche seit Jahren begleitet – und doch immer noch dringend Aufmerksamkeit braucht: Frauen sind in der Architektur nach wie vor unterrepräsentiert, besonders in leitenden Positionen und dort, wo Sichtbarkeit entsteht – bei großen Projekten, in Jurys, in Medien, auf Podien. Der Preis setzt deshalb bewusst ein Signal: für Anerkennung, für Präsenz, für eine Architekturwelt, die die Realität ihrer Talente besser abbildet.
Die Arbeiten der Finalistinnen zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich architektonische Haltungen, Entwurfsansätze und kulturelle Perspektiven sein können. Und: Diese Vielfalt ist kein dekoratives Schlagwort. Sie wirkt – ganz konkret – auf die Qualität unserer gebauten Umwelt. Wenn unterschiedliche Blickwinkel, Erfahrungen und Kontexte in den Entwurf einfließen, entstehen Lösungen, die näher am Menschen sind, präziser auf Orte reagieren und oft überraschend neue Wege eröffnen.
Unter sehr unterschiedlichen Bedingungen realisieren die Finalistinnen 2025 Projekte unter anderem in Chile, Ecuador, Mexiko, Spanien, Thailand und Vietnam. Was sie verbindet, ist eine klare Haltung: Architektur und Stadtplanung als sozialer Beitrag, die den Menschen und den jeweiligen Kontext konsequent in den Mittelpunkt stellt. Es geht um Räume, die funktionieren – aber auch um Räume, die Zugehörigkeit ermöglichen, Ressourcen achten und lokale Bedingungen ernst nehmen.
Warum solche Formate wichtig sind
Formate wie der divia award schaffen Raum für das, was in der Praxis oft zu kurz kommt: Vorbilder, Austausch, Anerkennung – und eine Bühne, auf der Leistungen sichtbar werden, die sonst zu häufig übersehen werden. Genau darin liegt die langfristige Wirkung: Sichtbarkeit verändert Wahrnehmung. Wahrnehmung verändert Strukturen. Und Strukturen verändern die Chancen für kommende Generationen.
Wir begrüßen diesen Impuls ausdrücklich. Der divia award 2025 zeigt, wie kraftvoll Architektur wird, wenn sie Vielfalt nicht nur zulässt, sondern aktiv stärkt – und damit die Branche ein Stück gerechter und die gebaute Umwelt ein Stück besser macht.