Lessing-Gymnasium
Neu-Ulm
Neubau
Bildungsbauten
Landkreis Neu-Ulm
Neu-Ulm
Bauüberwachung
Machbarkeitsuntersuchung
Objektplanung Ingenieurbauwerke
Tragwerksplanung
Verbau
in Ausführung
Der Neubau des Lessing-Gymnasiums in Neu-Ulm entsteht als moderner Schulkomplex mit vier- bis dreigeschossigen Gebäudeteilen, Untergeschoss und integrierter Dreifach-Sporthalle. Mit einer Grundfläche von rund 109 m × 99 m und einer Gebäudehöhe von etwa 20 m zählt das Projekt zu den größeren Bildungsbauvorhaben Bayerns. Das Tragwerk ist als Hybridkonstruktion aus Stahlbeton und Holz konzipiert. Der zentrale Gebäudebereich sowie das Untergeschoss werden in Stahlbeton ausgeführt; die Treppenhauskerne übernehmen die wesentliche Aussteifung. Die angrenzenden Gebäudeteile entstehen in Holzbauweise mit Holztrogplatten auf Unterzügen und Stützen aus Brettschichtholz. Ein Stützenraster von 8,4 m × 4,2 m ermöglicht flexible und anpassungsfähige Unterrichtsbereiche. Horizontallasten aus Wind, Erdbeben und Imperfektionen werden über die Deckenscheiben in den zentralen Baukörper eingeleitet.
Die Gründung erfolgt über eine elastisch gebettete Bodenplatte auf einem durch Rüttelstopfsäulen verbesserten Baugrund. Die Sporthalle wird mit weitgespannten Brettschichtholzbindern mit Spannweiten von rund 27 m überspannt. Aufgrund der innerstädtisch beengten Situation werden die Dachflächen als nutzbare Bereiche ausgebildet. Die Bodenplatte der Sporthalle wird mittels Mikrozugpfählen gegen Auftrieb gesichert. Im Zuge der Campus-Erweiterung entsteht eine weitere Sporthalle mit Holzbinderkonstruktion und einer Spannweite von etwa 32 m, deren Dach ebenfalls bespielbar ausgeführt wird. Der von Schaudt Architekten entworfene Schulcampus vereint nachhaltige Bauweisen, funktionale Flexibilität und eine zeitgemäße Lernumgebung in einem klar gegliederten architektonischen Gesamtkonzept. Großzügige Freiräume, kurze Wege und eine hohe Aufenthaltsqualität fördern dabei den Austausch und das gemeinschaftliche Lernen. Die Kombination aus Massivbau, Holzbau und weitgespannten Holztragwerken stellt hohe Anforderungen an Planung und Ausführung und zeigt beispielhaft, wie nachhaltige Bauweisen auch bei großmaßstäblichen Bildungsbauten umgesetzt werden können.